
Bereits im Jahr 2013 führte die IBI zur Netzüberwachung das System LORNO ein. Seither hilft es, Lecks im Wasserverteilnetz frühzeitig zu erkennen und Trinkwasserverluste wirksam zu senken. Nun wird die bewährte Lösung technisch auf den neuesten Stand gebracht.
Das Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: In Hydranten installierte Sensoren erfassen in regelmässigen Abständen die typischen Geräusche im Rohrnetz und speichern Referenzwerte. Weichen neue Messungen davon ab, beispielsweise durch austretendes Wasser bei einem Leck, erkennt das System die Unregelmässigkeit und meldet sie automatisch an die zuständige Stelle bei der IBI. Auf diese Weise wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche undichte Stellen lokalisiert und behoben – ein spürbarer Gewinn für die Versorgungssicherheit.

Technik-Upgrade nach 13 Jahren
Seit der Einführung des Systems hat sich die Technik markant weiterentwickelt. Weil eine zuverlässige Trinkwasserversorgung zu den zentralen Aufgaben der IBI gehört, modernisiert sie ab Sommer 2026 das bestehende Überwachungssystem in Unterseen und Matten umfassend. In Interlaken ist bereits eine neuere Version im Einsatz.

Das aktuelle LORNO-System arbeitet mit der Übertragungstechnik LTE (Long Term Evolution) über das Mobilfunknetz. Die auch als 4G bekannte Technologie sorgt für eine deutlich zuverlässigere und weniger störanfällige Datenübertragung als herkömmliche Funksysteme. Gleichzeitig vereinfacht sie die Wartung – etwa dann, wenn Batterien für die Datenübermittlungsmodule ersetzt werden müssen.
Auch im Betrieb zeigt sich der Fortschritt: Das neue System lässt sich einfacher installieren und flexibel erweitern. Moderne Sensoren und digitale Auswertungen helfen zudem, Lecks noch präziser zu erkennen, und machen die Überwachung insgesamt effizienter.
Mit diesem Upgrade entwickelt die IBI ihre Wasserinfrastruktur gezielt weiter und stärkt eine Versorgung, auf die man sich Tag für Tag verlassen kann.
Text: IBI